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AnamneseArchiv der Psychologie

Mindestens zwei Zeichen

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Müller-Lyer-Täuschung

≈ 2 MIN · 4 DURCHGÄNGE · Wahrnehmung

Worum es geht

Zwei gleich lange Linien, einmal mit auswärts, einmal mit einwärts gerichteten Flügeln — und die zweite wirkt kürzer. Franz Müller-Lyer beschrieb die Figur 1889; sie wurde zum meistuntersuchten Beleg dafür, dass Wahrnehmung Organisation ist, nicht Abbildung: Das Auge misst nicht, es deutet.

Wissen schützt nicht: Die Täuschung bleibt, auch wenn man sie kennt. In Abgleich-Aufbauten wie diesem verschätzen sich die meisten um einige Prozent — je nach Flügelwinkel auch deutlich mehr; interkulturelle Studien fanden zudem, dass ihre Stärke mit der visuellen Umwelt variiert.

So läuft es ab

  1. Vier Durchgänge mit zufälliger Referenzlänge und zufälligem Startwert.
  2. Die untere Linie mit dem Regler (auch Pfeiltasten) einstellen, bis beide GLEICH LANG WIRKEN.
  3. „Wirkt gleich lang" bestätigt; nach dem vierten Durchgang kommt der Befund.

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