Akte 022 · Gestalt & Feld
Wolfgang Köhler

Im April 1933, wenige Tage nach der Entlassung James Francks und Hunderter jüdischer Gelehrter, erschien in der Deutschen Allgemeinen Zeitung ein Artikel unter dem Titel „Gespräche in Deutschland“. Sein Autor, Ordinarius für Psychologie in Berlin, verteidigte darin öffentlich seine jüdischen Kollegen und nannte die Entlassungen einen Verlust für Deutschland. Wolfgang Köhler schrieb den Text im Wissen, am Morgen darauf verhaftet werden zu können; er verbrachte die Nacht, so haben es Freunde überliefert, beim Kammermusizieren im Wartezustand. Es war der letzte offen regimekritische Artikel eines nichtjüdischen deutschen Professors — und der Anfang von zwei Jahren Zermürbung, an deren Ende die Emigration stand.
Köhler wurde am 21. Januar 1887 in Reval geboren, dem heutigen Tallinn, als Sohn eines deutschen Gymnasialdirektors; die Familie kehrte bald ins Reich zurück. Er studierte in Tübingen, Bonn und Berlin, wo er 1909 bei Carl Stumpf mit einer Arbeit über Hörpsychologie promovierte — neben der Psychologie hatte er bei Max Planck Physik gehört, und die Physik blieb der Grundton: Köhler dachte zeitlebens in Feldern, Gleichgewichten und Systemen. In Frankfurt saß er 1910 als Versuchsperson vor Wertheimers Tachistoskop; aus dem Probanden wurde der Mitgründer und später der Systematiker der Schule.
1913 übernahm er die Anthropoidenstation der Preußischen Akademie auf Teneriffa — ein Forschungsposten für vergleichende Psychologie, den der Kriegsausbruch in ein unfreiwilliges Jahrsiebt verwandelte: Der Engländern verdächtige Deutsche kam von der Insel nicht mehr herunter und machte aus der Strandung das Werk seines Lebens, die Intelligenzprüfungen an Menschenaffen. Ein Nachspiel beschäftigt die Fachgeschichte bis heute: Der Psychologe Ronald Ley trug in den 1980er-Jahren Indizien zusammen, die Station habe zugleich als deutscher Beobachtungsposten für alliierte Schiffsbewegungen gedient — die Spionagethese ist weder bewiesen noch ausgeräumt, und die Akte führt sie als offene Randnotiz.
Zurück in Deutschland ging es steil: 1920 kommissarischer, 1922 ordentlicher Leiter des Berliner Instituts auf Stumpfs Lehrstuhl — mit fünfunddreißig auf dem wichtigsten Posten des Fachs. Die physischen Gestalten in Ruhe und im stationären Zustand von 1920 hatte ihn als Theoretiker ausgewiesen: der Versuch, den Gestaltbegriff in die Physik der Felder zu verlängern — dieselbe Ordnung diesseits und jenseits der Schädeldecke, die Isomorphie-These, das spekulativste Stück der Schule. Die Berliner Jahre machten das Institut im Stadtschloss zum Weltzentrum der Gestaltpsychologie: Wertheimer und Lewin als Kollegen, die Psychologische Forschung als Organ, Gastprofessuren in Amerika, 1929 das englische Lehrbuch Gestalt Psychology als Botschaftsschrift.
Nach 1933 verteidigte Köhler das Institut Monat um Monat — er verweigerte den Hitlergruß zu Vorlesungsbeginn, schützte Assistenten, schrieb Eingaben —, bis die Behörden ihm die Mitarbeiter nahmen und er 1935 die Konsequenz zog: Rücktritt, Emigration, Professur am kleinen Swarthmore College in Pennsylvania. Dass der prominenteste nichtjüdische Widerständler des Fachs in Amerika kein Großinstitut bekam, sondern ein College-Labor, gehört zu den stillen Ungerechtigkeiten der Emigrationsgeschichte; Köhler hat sich nie beklagt und dort weiter über Wahrnehmung, figurale Nachwirkungen und Hirnfelder gearbeitet — die elektrophysiologischen Prüfungen seiner Feldthese in den 1950er-Jahren fielen gegen ihn aus, und er trug auch das ohne Klage.
Swarthmore wurde dabei zur stillen Relaisstation der Fachgeschichte: Unter denen, die dort bei ihm und Asch lernten, war der junge Ulric Neisser, der die Gestaltfragen in die Kognitionspsychologie weitertrug — die Linie von Wertheimers Tachistoskop zu Neissers Buch von 1967 läuft leibhaftig durch Köhlers Seminarraum.
In Amerika wurde er zum Grenzgänger zwischen den Schulen: Mit den Behavioristen stritt er in Aufsätzen und auf Kongressen — höflich, unbeugsam, in der dritten Sprache seines Lebens —, und die William- James-Vorlesungen, die er 1934 in Harvard gehalten hatte, erschienen als The Place of Value in a World of Facts: der Versuch, auch den Wert als Gestaltphänomen zu retten. Nebenher spielte er Klavier auf Konzertniveau und galt in Swarthmore als der Professor, der Physik, Philosophie und Anstand in Personalunion unterrichtete.
Was er zurückließ, wurde nicht fortgeführt. Das Berliner Institut bekam nach seinem Rücktritt eine Leitung, die dem neuen Kurs entsprach, die verbliebenen Mitarbeiter zerstreuten sich, und die gestaltpsychologische Linie riss in Deutschland ab — sie ist nach 1945 nicht in nennenswertem Umfang zurückgekehrt. Das Fach, das sie weiterführte, war das amerikanische; die Begriffe kamen als Übersetzung zurück.
Die späten Ehrungen sammelten den Respekt beider Leben ein, des wissenschaftlichen und des zivilen: 1956 die höchste Auszeichnung der American Psychological Association, 1959 deren Präsidentschaft, dazu Festvorträge, in denen der Emigrant den Amerikanern die Gestaltfragen noch einmal buchstabierte. Köhler starb am 11. Juni 1967 in Enfield, New Hampshire. Von den dreien, die 1910 vor dem Tachistoskop saßen, war er der Letzte — und der Einzige, der beide Prüfungen bestanden hatte, von denen diese Akte handelt: die der Affen und die der Deutschen.
Die Frage war von Thorndike gestellt und, so schien es, erledigt. Dessen Katzen hatten sich um 1900 aus Rätselkäfigen befreit, und ihre Lernkurven fielen allmählich — kein Aha, nur langsam aussortiertes Herumprobieren. Tierische Intelligenz, so die Lehre, ist Versuch und Irrtum mit Belohnungsgedächtnis; von hier führt eine gerade Linie zu Watsons Programm. Köhler hielt schon die Versuchsanordnung für die eigentliche Täuschung: Ein Rätselkäfig, dessen Mechanik das Tier nicht einsehen kann, erzwingt blindes Probieren — er beweise nicht, dass das Tier nicht anders könne, sondern dass die Aufgabe nicht anders lasse. Seine Gegenfrage: Was tut ein Tier, wenn alle Elemente der Lösung offen sichtbar vor ihm liegen?
Der Ort der Antwort war ein Zufallsgeschenk der Weltlage. Die Preußische Akademie unterhielt auf Teneriffa eine Anthropoidenstation; Köhler übernahm sie 1913, der Krieg schnitt ihn von Europa ab, und aus einem geplanten Forschungsjahr wurden sechs. Die Szenen, die er dort arrangierte, sind ins Bildgedächtnis des Fachs eingegangen: die Banane außer Reichweite an der Decke, die Kisten verstreut im Gehege; die Frucht vor dem Gitter, der Stock im Käfig; und als Meisterprüfung zwei Rohre, jedes zu kurz, die sich ineinanderstecken ließen. Die Affen probierten, scheiterten, sprangen vergeblich — und dann, oft nach einer Pause des Innehaltens, kam die Lösung mit einem Schlag und komplett: Sultan, der Begabteste der Gruppe, schob die Kiste unter die Banane, stapelte später zwei und drei, und steckte in der berühmtesten Szene die beiden Rohre zusammen, nachdem er eine Weile scheinbar unbeteiligt mit ihnen gespielt hatte. Köhler nannte das Einsicht: eine Umstrukturierung des Feldes, in der die Gegenstände neue Rollen bekommen — der Ast wird Werkzeug, die Kiste Treppe. Der plötzliche, glatte, wiederholbare Lösungsvollzug, notierte er, sieht anders aus als jedes Herumprobieren; und wer einmal gelöst hatte, übertrug die Lösung auf neue Lagen.
Köhler wusste, dass „plötzlich“ kein Messwert ist, und gab der Einsicht Kriterien mit, die sich prüfen lassen: die Pause vor der Lösung, in der das Probieren aussetzt; der glatte, ununterbrochene Vollzug, wenn es losgeht; die Wiederholbarkeit beim nächsten Mal ohne neues Suchen; und die Übertragung auf abgewandelte Lagen. Er filmte zudem, was sich filmen ließ — die Kisten- und Stockszenen der Station gehören zu den frühesten Forschungsfilmen des Fachs, und dass man Sultans Doppelrohr bis heute ansehen kann, hat die Akte vor dem Schicksal mancher Klassiker bewahrt, nur als Nacherzählung zu existieren.
Die Protokolle verdanken ihre Anschaulichkeit einem Umstand, den die Legende unterschlägt: Zeit. Köhler hatte keine Semesterfrist, sondern Jahre, und er nutzte sie für das, was die vergleichende Psychologie erst viel später wieder lernte — Dauerbeobachtung derselben Individuen, mit Namen, Vorgeschichte und Temperament. Sultan war der Findige, Tschego die Bedächtige, Rana die Umständliche; die Intelligenzprüfungen lesen sich streckenweise wie Charakterstudien, und genau das machte sie überprüfbar im Kleinen: Wer die Tiere kannte, konnte sehen, dass die Kistenlösung nicht aus dem Standardrepertoire kam. Die Station betrieb nebenbei die erste Langzeithaltung von Schimpansen für Forschungszwecke — mit allem, was das an heutigen Fragen aufwirft; die Akte vermerkt auch diese Seite des Bestands.
Das Buch von 1917 wurde in der englischen Fassung von 1925 zum Weltbucherfolg des Fachs — und zur Frontlinie. Für die Gestaltschule war es der Beleg, dass intelligentes Verhalten Struktursehen ist, bei Tier wie Mensch; für die Lernpsychologie eine Provokation, die es zu zerlegen galt. Die Einwände sammelten sich über Jahrzehnte: Köhlers Protokolle sind Erzählungen, keine Messreihen; die Vorgeschichte seiner Tiere war unkontrolliert — wildgeborene Schimpansen hatten Äste und Klettern im Repertoire, und spätere Arbeiten zeigten, dass Affen ohne einschlägige Vorerfahrung an denselben Aufgaben scheitern. Den schärfsten Streich führte Robert Epstein 1984 im Geist Skinners: Tauben, denen man getrennt das Schieben von Kisten und das Steigen auf Kisten beigebracht hatte, kombinierten beides vor laufender Kamera zur „einsichtigen“ Lösung der Bananenszene — das Aha lässt sich aus Lerngeschichte zusammensetzen, jedenfalls im Prinzip. Die Demonstration bewies nicht, dass Sultans Einsicht Dressur war; sie bewies, dass der Augenschein des Plötzlichen keine Theorie ersetzt.
Neben den Werkzeugszenen lief auf der Station eine zweite, nüchternere Serie, die theoretisch die schwerere war: die Transpositionsversuche. Hühner und Schimpansen lernten, von zwei Grautönen den helleren zu wählen; bot man dann den gelernten hellen neben einem noch helleren an, wählten die Tiere überwiegend den neuen — sie hatten nicht „reagiere auf Grau Nummer sieben“ gelernt, sondern die Beziehung „das Hellere“. Für Köhler war das der Beweis, dass schon einfache Tiere Verhältnisse statt Elemente lernen — Gestaltwahrnehmung im Hühnerhof. Der Behaviorismus schlug zurück, wie es sich gehört: Kenneth Spence konstruierte 1937 eine elegante Erklärung aus überlagerten Verstärkungsgradienten, die Transposition ohne jeden Beziehungsbegriff vorhersagt — samt der Zusatzvorhersage, dass sie bei großen Abständen kippt, was sich bestätigte. Der Streit um die Hühner wurde zum Musterfall der Theorienkonkurrenz: Beide Seiten erklärten denselben Befund, und erst die Zusatzvorhersagen trennten sie. Die moderne Bilanz gibt keiner Seite ganz recht — relationale Kodierung existiert, und Gradienten auch.
Damit war die Akte nicht geschlossen, sondern präzisiert. Die moderne vergleichende Kognitionsforschung — mit Kontrollgruppen, Rohdaten und Video statt Feldtagebuch — hat Köhlers Grundbeobachtung in Teilen rehabilitiert: Schimpansen lösen neuartige Werkzeugaufgaben, planen über Zwischenschritte und übertragen Lösungen; Krähen biegen Haken und kombinieren Werkzeuge; und die Debatte, wie viel davon schnelles Lernen und wie viel Umstrukturierung ist, wird heute mit Einzelfallanalysen geführt, die Köhlers Protokollen methodisch näher sind, als der Zwischenkrieg es erlaubte. Die Einsichtsforschung am Menschen wiederum — vom Umstrukturierungs-Aha der Denkpsychologie bis zu den neurophysiologischen Signaturen des Lösungsblitzes — führt ihre Ahnenreihe direkt auf Teneriffa zurück. Der Begriff hat gehalten; seine Reinform von 1917 gilt als zu glatt erzählt.
Was von der Schule nicht gehalten hat, ist die Erklärung, die Köhler selbst für die wichtigste hielt. Die Gestaltpsychologie behauptete einen Isomorphismus: Der geordnete Eindruck entstehe, weil sich im Gehirn elektrische Felder ausbilden, deren Verlauf dem Gesehenen der Form nach entspricht — Wahrnehmung als Physik im Kortex. Köhler verbrachte seine amerikanischen Jahre damit, diese Felder zu messen. Die Prüfung fiel gegen ihn aus: In den 1950er-Jahren legten Untersuchungsgruppen Metallstreifen und Nadeln in die Sehrinde von Versuchstieren, um solche Felder kurzzuschließen — die Tiere sahen weiterhin Gestalten. Die Wahrnehmungspsychologie hat die Phänomene behalten und die Feldtheorie fallen lassen; erklärt werden sie heute über die Verschaltung von Nervenzellen, nicht über Stromverteilungen im Gewebe.
Der Weg dorthin ist gut dokumentiert, weil Köhler ihn selbst gebahnt hat: Die Nachwirkungen, die er ab 1944 mit Hans Wallach vermaß — ein länger betrachtetes Muster verschiebt die Wahrnehmung des nachfolgenden —, waren als Beleg für die Feldannahme gedacht. Die Effekte gibt es; die Erklärung, die sie tragen sollten, gibt es nicht mehr.
Was heute steht, ist deshalb eine doppelte Lehre. Erstens die methodische: Köhlers Einwand gegen Thorndike — die Aufgabe entscheidet mit, welche Intelligenz sichtbar werden kann — ist als Prinzip der fairen Prüfung in die vergleichende Psychologie eingegangen und begründet bis heute, warum man Tieren Aufgaben in ihrer Reichweite stellt, bevor man ihnen Fähigkeiten abspricht. Zweitens die inhaltliche: Zwischen blindem Probieren und reiner Einsicht liegt ein Kontinuum aus Vorerfahrung, Spiel und plötzlicher Kombination — die Wahrheit über Sultan liegt in der Mitte, und sie ist interessanter als beide Legenden. Die Akte vermerkt zuletzt, was für ihre Gattung selten ist: Die Studie von 1917 wurde nie im strengen Sinn repliziert, weil es die Station nicht mehr gibt — aber ihre Szenen sind tausendfach variiert worden, und keine Variation hat den Kernbefund gelöscht, dass Menschenaffen Aufgaben lösen, für die ihre Lerngeschichte keine fertige Antwort enthält. Nur das Wort „plötzlich“ hat an Unschuld verloren.
Die Lehrbuchfassung führt Köhler unter Affen und Kisten. Was sie fast immer weglässt, ist das zweite Kapitel seiner Akte: Köhler war 1933 der einzige nichtjüdische Ordinarius des Fachs, der öffentlich widersprach — mit einem Zeitungsartikel gegen die Entlassung seiner jüdischen Kollegen, geschrieben in Erwartung der Verhaftung, und mit zwei Jahren Kleinkrieg um sein Institut, in denen er den Hitlergruß verweigerte und Eingaben schrieb, bis man ihm die Mitarbeiter nahm.
Der Notizzettel verzeichnet das nicht als moralische Vignette, sondern als Datenpunkt zu einer Frage, die dieses Archiv in mehreren Ordnern stellt. Milgrams Bedingungsvergleiche zeigen, wann Menschen gehorchen; Zimbardos Keller zeigt, wie Institutionen entgleisen; die Professorenschaft von 1933 zeigt die Grundrate des Widerstands — sie lag nahe null. Köhler ist der seltene dokumentierte Ausreißer, und seine Umstände sind aufschlussreich: ein Mann mit internationalem Rückhalt, ohne Familie in Geiselnähe der Behörden, mit einem Rufangebot in der Tasche und einem Selbstbild, das Physik und Anstand für verwandte Disziplinen hielt. Situationen erklären viel, sagt diese Sammlung immer wieder — und Ausreißer erklären, was Situationen offen lassen.
Dass derselbe Mann womöglich im Ersten Weltkrieg von seiner Affenstation aus Schiffe gemeldet hat, hält die Akte daneben aus. Die Spionagethese ist unbewiesen; wäre sie wahr, ergäbe sie mit dem Artikel von 1933 kein Paradox, sondern eine Biographie: loyal zu seinem Land, illoyal zu dessen Verbrechen. Menschen sind kompliziert — es ist der älteste Befund dieses Archivs.
Replikationsstatus: teilweise. Die Beobachtungen sind vielfach variiert und im Kern bestätigt — Menschenaffen lösen neuartige Werkzeugaufgaben ohne passende Lerngeschichte —; die Deutung als reine, erfahrungsfreie Einsicht hat die Prüfung nicht überstanden.
Primärquellen. Köhler, W. (1917). Intelligenzprüfungen an Anthropoiden. Berlin: Königliche Akademie der Wissenschaften; erweitert 1921 als Intelligenzprüfungen an Menschenaffen (engl. The Mentality of Apes, 1925). Köhler, W. (1920). Die physischen Gestalten in Ruhe und im stationären Zustand. Braunschweig: Vieweg. — Die Isomorphie-These; von der Elektrophysiologie der 1950er nicht gestützt.
Der Gegenversuch. Epstein, R., Kirshnit, C. E., Lanza, R. P., & Rubin, L. C. (1984). 'Insight' in the pigeon: antecedents and determinants of an intelligent performance. Nature, 308, 61–62. — Dressierte Tauben stellen die Kistenszene nach; das Plötzliche verliert seine Beweiskraft.
Fortführung. Die moderne vergleichende Kognitionsforschung zu Werkzeuggebrauch und Problemlösen bei Schimpansen und Rabenvögeln führt Köhlers Aufgaben mit Kontrollgruppen fort; Übersichten bei Call & Tomasello sowie zur Einsichtsforschung am Menschen bei Öllinger & Knoblich.
Zivilcourage. Henle, M. (1978). One man against the Nazis — Wolfgang Köhler. American Psychologist, 33(10), 939–944. — Die dokumentierte Geschichte des Artikels von 1933 und der Berliner Jahre danach. Zur Spionagethese: Ley, R. (1990). A Whisper of Espionage. — Indizien, keine Entscheidung; die Akte lässt sie offen.