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AnamneseArchiv der Psychologie

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Akte 015 · Humanistische Psychologie

Viktor Frankl


Neun Tage im Frühjahr 1945, in einem Wiener Zimmer, drei Stenografinnen im Wechsel: So entstand das Buch, das Viktor Frankl weltweit bekannt machte. Er diktierte es unmittelbar nach seiner Befreiung, zunächst anonym — der Bericht über die Lager sollte nicht mit einem Namen verbunden sein. Der Verlag setzte den Namen später doch auf das Titelblatt.

Frankl wurde am 26. März 1905 in Wien geboren, als mittleres von drei Kindern eines Ministerialbeamten, in der Leopoldstadt, dem jüdischen Bezirk der Stadt. Der Gymnasiast korrespondierte mit Sigmund Freud — der Sechzehnjährige schickte ein Manuskript, Freud reichte es zur Veröffentlichung weiter — und wandte sich dann Alfred Adlers Individualpsychologie zu, in deren Zeitschrift er mit achtzehn publizierte. Mit beiden Schulen brach er früh: von Adlers Kreis wurde er 1927 ausgeschlossen, weil er auf einer eigenen Linie bestand — der Mensch sei nicht vom Lustprinzip und nicht vom Machtstreben her zu verstehen, sondern vom Willen zum Sinn. Die dritte Wiener Schule der Psychotherapie, wie man die Logotherapie später nannte, hat ihr Programm also vor dem Doktordiplom.

Er studierte Medizin, spezialisierte sich auf Neurologie und Psychiatrie und machte sich früh einen Namen mit praktischer Suizidprävention: Ab 1928 organisierte er Jugendberatungsstellen, in denen Schüler zur Zeugnisszeit kostenlos Rat fanden — in den Jahren dieser Aktionen ging die Zahl der Schülersuizide in Wien zurück, und Frankl wurde daraufhin an die psychiatrische Klinik Am Steinhof geholt, wo er von 1933 bis 1937 den sogenannten Selbstmörderinnenpavillon leitete: Tausende Patientinnen, Verantwortung im Akkord, die Schule seines klinischen Blicks.

Ab 1938 galten für ihn die antisemitischen Gesetze; 1940 übernahm er die neurologische Abteilung des Rothschild-Spitals, des einzigen Wiener Krankenhauses, das jüdische Patienten noch aufnahm. Dort stellte er Diagnosen, die Patienten vor der NS-Euthanasie schützen sollten — bewusst gefälschte Befunde, die Schizophrenien in Fieberdelirien verwandelten. Ein amerikanisches Visum, das ihm 1941 angeboten wurde, ließ er verfallen, um die Eltern nicht zurückzulassen; die Entscheidung, die er später als Prüfstein seiner eigenen Lehre erzählte. 1942 wurde er mit seiner Frau Tilly und seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert.

Von dort führte der Weg im Oktober 1944 weiter. Frankl kam nach Auschwitz, anschließend in die Lager Kaufering III und Türkheim, Außenlager von Dachau, wo er Typhuskranke versorgte. Am 27. April 1945 wurde er befreit. Seine Frau, seine Mutter und sein Bruder wurden ermordet; der Vater war in Theresienstadt gestorben. Von der Familie überlebte neben ihm nur die Schwester, die nach Australien emigriert war. Der Heimkehrer, der binnen Monaten zwei Bücher diktierte, schrieb gegen diesen Totalverlust an — Kollegen berichten, dass er in diesen Wiener Nachkriegsjahren zwischen Verzweiflung und Arbeitswut wechselte, und er selbst hat das nie beschönigt.

Im selben Jahr 1946 erschien auch die Ärztliche Seelsorge, sein klinisches Hauptwerk — das Buch, dessen Manuskript er im Mantel nach Auschwitz getragen und dort verloren hatte, nach der Befreiung rekonstruiert. …trotzdem Ja zum Leben sagen erschien 1946 und verkaufte sich zunächst schlecht. Die englische Ausgabe von 1959, Man's Search for Meaning, machte daraus eines der meistgelesenen Bücher des Jahrhunderts. Frankl nannte seine Richtung Logotherapie und stellte ihr den Willen zum Sinn voran — gegen Freuds Lustprinzip und Adlers Machtstreben. Von 1946 bis 1971 leitete er die Neurologische Poliklinik der Stadt Wien; 1947 heiratete er Eleonore Schwindt, die Katholikin, mit der er fünfzig Jahre verheiratet blieb — das Paar, das die Feiertage beider Konfessionen beging, wurde selbst zum Anschauungsstück seiner Lehre von der Verantwortung vor dem je Einzelnen.

Auch der öffentliche Frankl blieb ein Fall für Debatten: Seine Rede zum fünfzigsten Jahrestag des „Anschlusses“ 1988, in der er vor Kollektivschuldzuweisungen an die Österreicher warnte, trug ihm von Überlebendenverbänden scharfe Kritik ein — der Mann, der den Lagern entkommen war, verteidigte die Unterscheidung zwischen Tätern und Mitgeborenen, und nicht alle mochten sie ihm an diesem Datum abnehmen.

Die zweite Lebenshälfte war die eines Weltreisenden in eigener Sache: Gastprofessuren in Harvard, Stanford und Dallas, ein Lehrstuhl für Logotherapie in San Diego, Vorlesungen auf fünf Kontinenten, neunundzwanzig Ehrendoktorate. Er lehrte in Wien bis ins hohe Alter, bestieg Berge, solange die Ärzte es duldeten, und machte mit 67 Jahren den Flugschein — die Anekdote, die jede Würdigung zitiert, weil sie seine Pointe im Kleinen ist: Es ist nie zu spät, mit etwas anzufangen. Frankl starb am 2. September 1997 in Wien an Herzversagen; er liegt auf dem alten jüdischen Teil des Zentralfriedhofs. Die Stadt, die ihn deportiert hatte, führt heute ein Viktor-Frankl-Museum.

Die Frage, mit der Frankl arbeitet, ist keine klinische, sondern eine anthropologische: Was hält einen Menschen aufrecht, wenn alles genommen ist, was üblicherweise Halt gibt? Seine Antwort — die Möglichkeit, im eigenen Leben einen Sinn zu finden, und zwar auch dann noch, wenn nichts mehr zu ändern ist. Die Antwort war älter als ihr berühmter Beleg: Frankl hatte die Grundzüge der Logotherapie in den 1930er-Jahren entwickelt, in der Arbeit mit suizidalen Jugendlichen und in den Wiener Beratungsstellen, und das Manuskript seines ersten Buches trug er in den Mantel eingenäht nach Auschwitz, wo es ihm genommen wurde. Die Lager haben die Lehre nicht erzeugt — sie haben sie der denkbar härtesten Prüfung unterzogen, und der Bericht darüber wurde ihr Vehikel.

Die Werttriade der Logotherapie
Abb. 2 — Drei Wege zum Sinn — der dritte bleibt, wenn die ersten beiden genommen sind. Zeichnung des Archivs

Der Sinn ist bei ihm ausdrücklich nichts Erfundenes. Er ist zu finden, nicht zu erzeugen, und zwar auf drei Wegen: durch ein Werk, durch das Erleben von etwas oder jemandem, und — wo beides unmöglich ist — durch die Haltung, die man zu einem unabänderlichen Leiden einnimmt. Der dritte Weg ist der, für den das Buch gelesen wird. Dazu gehört ein Begriff, der die klinische Alltagssprache erreicht hat: das existenzielle Vakuum, die Leere des Menschen, dem nichts fehlt außer einem Wozu — nach Frankls Diagnose die Signatur der Nachkriegsgesellschaften und der Rohstoff von Depression, Sucht und Aggression. Und dazu gehört die vielzitierte Umkehrung der Frage: Nicht der Mensch habe an das Leben Fragen zu stellen, sondern er sei der Befragte, und leben heiße antworten.

Als Behandlungsverfahren hat die Logotherapie eigene Techniken. Die paradoxe Intention lässt Patienten das Befürchtete absichtlich herbeiwünschen — wer nicht einschlafen kann, nimmt sich vor, wach zu bleiben; wer vor Publikum zu schwitzen fürchtet, versucht, richtig ins Schwitzen zu kommen. Die Dereflexion lenkt die Aufmerksamkeit von der Selbstbeobachtung weg. Beide zielen auf denselben Mechanismus: dass die ängstliche Beobachtung eines Vorgangs ihn stört — die Erwartungsangst als sich selbst erfüllende Prophezeiung. Die Verhaltenstherapie hat die paradoxe Intention später unter eigenen Namen wiederentdeckt; sie gehört zu den wenigen Techniken der existenziellen Schulen, die in kontrollierten Studien geprüft wurden, mit ordentlichen, wenn auch schmalen Befunden bei Schlafstörungen und Angst.

Hier ist die Fallakte ehrlicher als der Buchrücken. Frankls Werk ist keine Studie. Der Lagerbericht ist ein Zeugnis, kein Datensatz; er hat weder Kontrollgruppe noch systematische Erhebung, und Frankl hat das auch nie behauptet. Die berühmte Beobachtung, dass die Zukunftslosen zuerst starben — der Häftling, der seine Zigaretten rauchte, hatte aufgegeben —, ist eine Deutung aus dem Inneren der Katastrophe, keine Statistik. Als Beleg zitiert wird sie trotzdem, seit Jahrzehnten, und die Akte vermerkt den Kategorienfehler: Ein Zeugnis kann wahr sein, ohne Evidenz im Sinne des Fachs zu sein.

Zur Akte gehört außerdem eine wissenschaftliche Auseinandersetzung über Frankls eigene Darstellung. Der Historiker Timothy Pytell hat gezeigt, dass die verbreitete Erzählung an mehreren Stellen von den Dokumenten abweicht. Am klarsten belegt: Frankl war nur wenige Tage in Auschwitz, nicht über Jahre, wie viele Zusammenfassungen nahelegen — die längste Zeit verbrachte er in Theresienstadt und in den Dachau-Außenlagern. Auch seine berufliche Lage in Wien vor 1942 — die Arbeit in der Neurologie unter Bedingungen, die das Regime setzte — und die Frage, wie sein Werk das Verhältnis von Opfer und Haltung darstellt, sind Gegenstand der Debatte: Kritiker lesen die Lehre, im Leiden liege eine letzte Freiheit, als unfreiwillige Entlastung der Verhältnisse. Frankl selbst hat die Dauer nie falsch angegeben — die Verkürzung entstand in der Rezeption, die den berühmtesten Ortsnamen zum Ganzen machte. Die schärferen Vorwürfe Pytells sind ihrerseits umstritten und von anderen Historikern zurückgewiesen worden; die Akte hält den Streit offen, statt ihn zu entscheiden.

Die Messbarmachung begann dabei ausdrücklich als Test seiner Lehre: James Crumbaugh und Leonard Maholick bauten 1964 den Purpose-in-Life- Test, um Frankls Behauptung eines eigenständigen Sinnbedürfnisses psychometrisch zu prüfen — eines der seltenen Beispiele dafür, dass eine existenzphilosophische These sich freiwillig auf eine Skala hat setzen lassen. Der Test trennte klinische von unauffälligen Gruppen und wurde zum Arbeitspferd der frühen Sinnforschung; seine Nachfolger messen differenzierter, aber die Grundfrage ist dieselbe geblieben. Aus Frankls Beobachtungsvokabular stammt auch die Sonntagsneurose — das Einbrechen der Leere, wenn die Werkwoche ihre Ablenkung einstellt —, ein Begriff, der die spätere Forschung zu Arbeitslosigkeit, Ruhestand und Wochenendstimmung vorwegnimmt.

Selbst der Titel hat eine Rezeptionsgeschichte. Die Erstausgabe von 1946 hieß nüchtern Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager; das tröstliche …trotzdem Ja zum Leben sagen — nach der Liedzeile der Buchenwalder Häftlinge — wanderte erst später auf den Umschlag, und die amerikanische Fassung wurde nach einem Fehlstart als From Death-Camp to Existentialism schließlich zu Man's Search for Meaning. Dreimal derselbe Text, drei Versprechen an drei Publikums­lagen — vom Erlebnisbericht über die Philosophie zur Lebenshilfe. Die Akte führt die Titelfolge als Miniatur der gesamten Wirkungsgeschichte.

Die Rezeptionsgeschichte selbst ist ein Befund. …trotzdem Ja zum Leben sagen verkaufte sich auf Deutsch zunächst kaum; die englische Fassung Man's Search for Meaning wurde ab 1959 zu einem der meistgelesenen Bücher des Jahrhunderts, von der Library of Congress unter die zehn einflussreichsten Bücher der Vereinigten Staaten gereiht. Der Weg des Buches zeichnet die Nachkriegsseelenlage nach: Ein Text über das Durchhalten im Äußersten wurde zum Ratgeber für die Sinnleere im Wohlstand — eine Verschiebung, die Frankl sah und bediente, mit Vortragsreisen bis zuletzt.

Frankls späte Selbstkorrektur verdient dabei einen eigenen Vermerk: In den Nachworten der 1980er-Jahre rahmte er seine Lehre als tragischen Optimismus — die Fähigkeit, angesichts von Schmerz, Schuld und Tod Ja zu sagen, ausdrücklich ohne die drei zu leugnen — und wiederholte seinen amerikanischen Dauervorschlag, der Freiheitsstatue an der Ostküste eine Statue der Verantwortung an der Westküste entgegenzusetzen. Der Satz ist Rhetorik, aber er fasst die Lehre präziser als manches Kapitel: Sinn ist bei Frankl keine Stimmung, sondern eine Zuständigkeit.

Die klinische Fortsetzung mit den besten Daten trägt heute einen anderen Namen: Die sinnzentrierte Gruppenpsychotherapie, die William Breitbart am Memorial Sloan Kettering für Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium entwickelte, beruft sich ausdrücklich auf Frankl — acht Sitzungen über Quellen von Sinn angesichts des Todes — und hat in randomisierten Studien Verbesserungen von Sinnerleben, Lebensqualität und Verzweiflung gezeigt. Es ist die Ironie dieser Akte, dass die überzeugendste Evidenz für Frankls Programm aus einer New Yorker Onkologie stammt und nicht aus den eigenen Instituten: Die Lehre wirkt dort am besten belegt, wo sie auf ihre Ausgangsfrage zurückgeführt wird — was trägt, wenn nichts mehr zu ändern ist.

Gegen die verbreitetste Lesart seines Buches hat Frankl selbst Einspruch erhoben, und der Einspruch gehört in die Akte. Wer ihn so liest, dass die richtige Haltung das Überleben gesichert habe, hat ihn missverstanden: Wer starb, starb nicht, weil ihm der Sinn fehlte. Frankl hat mehrfach festgehalten, dass die Besten nicht zurückkamen und dass über Leben und Tod im Lager Umstände entschieden, auf die niemand Einfluss hatte. Seine Aussage betrifft nicht die Überlebenschance, sondern die Frage, wie ein Mensch mit einem Leiden umgeht, das er nicht abwenden kann. Die Ratgeberliteratur, die aus dem Buch eine Anleitung zum Durchhalten gemacht hat, kehrt genau diesen Satz um.

Was heute steht: das Konstrukt, nicht die Methode. Sinnerleben ist heute messbar — der Meaning in Life Questionnaire von 2006 ist das gebräuchlichste Instrument, mit den zwei sauber getrennten Skalen Vorhandensein und Suche — und hängt in großen Stichproben verlässlich mit Wohlbefinden, geringerer Depressivität und besserer Krankheitsbewältigung zusammen; die Sinnforschung ist über die positive Psychologie zu einem eigenen Feld geworden, das Frankl als Ahnherrn führt. Für die Logotherapie als abgegrenztes Verfahren ist die Wirksamkeitsevidenz dagegen dünn: wenige kontrollierte Studien, kleine Stichproben, oft aus dem eigenen Schulkreis. Der Befund der Akte ist damit eine saubere Trennung: Die Behauptung, dass Sinn ein Grundbedürfnis ist, hat die Prüfung bestanden. Die Behauptung, dass eine bestimmte Wiener Schule ihn verabreichen kann, wartet noch darauf.

Von Frankls Techniken ist eine in die verhaltenstherapeutische Praxis eingewandert, meist ohne seinen Namen: die paradoxe Intention. Die Anweisung lautet, genau das absichtlich anzustreben, wovor man sich fürchtet.

Der Ansatzpunkt ist ein Kreislauf, den jeder kennt, der schon einmal nicht einschlafen konnte. Die Angst vor einem Zustand erzeugt eine Anspannung, die den Zustand wahrscheinlicher macht — Frankl nannte das die Erwartungsangst. Wer fürchtet, beim Sprechen zu erröten, beobachtet sich, und die Beobachtung treibt die Röte. Wer fürchtet, nicht einzuschlafen, kontrolliert das Einschlafen, und Kontrolle ist das Gegenteil von Einschlafen.

Die paradoxe Intention unterbricht den Kreislauf an der Erwartung. Der Patient nimmt sich vor, heute Nacht so lange wie möglich wach zu bleiben; die Person mit der Errötungsangst nimmt sich vor, so rot zu werden wie irgend möglich. Fällt die Anstrengung weg, das Symptom zu verhindern, fällt oft auch das Symptom. Frankl legte Wert auf den humoristischen Ton der Übung — die Distanz zum eigenen Symptom sei ein Teil der Wirkung.

Empirisch steht der Baustein besser da als das Gesamtverfahren. Paradoxe Interventionen sind in kontrollierten Studien vor allem bei Ein- und Durchschlafstörungen untersucht worden, mit brauchbaren Effekten, und moderne Verfahren enthalten verwandte Elemente — der Verzicht auf Vermeidung in der Expositionstherapie beruht auf demselben Gedanken.

Replikationsstatus: nicht anwendbar.

…trotzdem Ja zum Leben sagen ist ein Zeugnis und eine anthropologische Position, keine Untersuchung. Es gibt keine Stichprobe, keine Kontrollbedingung und keine Angabe, unter welcher Beobachtung die These falsch wäre. Der Status hält das fest. Prüfbar sind zwei Nachbarn: das Konstrukt Sinnerleben und die einzelne Technik.

Primärwerk:

  • Frankl, V. E. (1946). …trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. Verlag für Jugend und Volk, Wien.
  • Frankl, V. E. (1946). Ärztliche Seelsorge. Deuticke, Wien. — Die systematische Darstellung der Logotherapie.
  • Frankl, V. E. (1960). Paradoxical intention: A logotherapeutic technique. American Journal of Psychotherapy, 14(3), 520–535.

Was messbar wurde:

  • Steger, M. F., et al. (2006). The Meaning in Life Questionnaire. Journal of Counseling Psychology, 53(1), 80–93. — Das gebräuchliche Instrument; trennt vorhandenes Sinnerleben von der Suche danach.
  • Czekierda, K., et al. (2017). Meaning in life and health: A systematic review and meta-analysis. Health Psychology Review, 11(4), 387–418. — Der Zusammenhang mit Gesundheitsmaßen.

Historische Auseinandersetzung:

  • Pytell, T. (2015). Viktor Frankl's Search for Meaning. Berghahn Books. — Die quellenkritische Biografie; belegt unter anderem die kurze Dauer des Auschwitz-Aufenthalts. Die weiterreichenden Deutungen des Autors sind in der Fachdiskussion umstritten.
  • Klingberg, H. (2001). When Life Calls Out to Us. Doubleday. — Die autorisierte Biografie; die Gegenposition.

Deutschsprachig:

  • Frankl, V. E. (2005). Der Wille zum Sinn. Huber, Bern. — Sammlung der Vorträge; die knappste Darstellung des Ansatzes in eigenen Worten.

Übersicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl

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