Akte 027 · Lernen & Persönlichkeit
Leon Festinger
Im Herbst 1954 lasen drei Sozialpsychologen in einer Lokalzeitung von einer Hausfrau aus Chicago, die Botschaften von einem Planeten namens Clarion empfing: Am 21. Dezember werde die Welt in einer Flut untergehen, die Gläubigen aber vorher von einer fliegenden Untertasse abgeholt. Leon Festinger, Henry Riecken und Stanley Schachter schleusten Beobachter in die Gruppe ein — nicht um zu widerlegen, sondern um dabeizusein, wenn nichts geschieht. Die Nacht verging, die Untertasse blieb aus, und die Gruppe, die bis dahin Publizität gemieden hatte, begann am Morgen zu missionieren. Aus dieser Nacht stammt die berühmteste Vorhersage der Sozialpsychologie: Widerlegte Überzeugungen werden nicht aufgegeben, sondern verstärkt — wenn man genug investiert hat.
Festinger wurde am 8. Mai 1919 in New York City als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren; der Vater, ein Sticker aus Russland, war Freidenker und Sozialist. Er studierte am City College of New York, ging 1939 nach Iowa zu Kurt Lewin und promovierte dort 1942 — der letzte Doktorand aus Lewins amerikanischer Werkstatt, der ihre Verbindung von strenger Theorie und riskantem Experiment am gründlichsten übernahm. Nach Kriegsjahren in der Flugzeugführer-Auswahl folgte er Lewin ans MIT, ins Research Center for Group Dynamics, und nach dessen Tod 1947 mit der ganzen Gruppe nach Michigan; Stationen in Minnesota und Stanford folgten.
Der Ertrag dieser Jahre ist eine Serie von Theorien mittlerer Reichweite, die das Fach bis heute benutzt. Die Studie über eine Studentensiedlung — wer wohnt neben wem, wer befreundet sich mit wem — begründete die Forschung zur Nähe als Freundschaftsursache; die Theorie des sozialen Vergleichs von 1954 erklärte, warum Menschen sich an anderen messen, wenn objektive Maßstäbe fehlen, und ist die Ahnentafel der halben heutigen Forschung über soziale Medien; 1957 kam mit A Theory of Cognitive Dissonance das Buch, das ihm den Nachruhm sicherte, und 1959 das Ein-Dollar-Experiment, das seine Fallakte füllt.
Dann tat Festinger, was in diesem Archiv niemand sonst tut: Er hörte auf. Um 1964 verließ er die Sozialpsychologie im Zenit seines Rufs, weil ihn, wie er später sagte, das Feld nicht mehr überraschte, und wechselte zur Wahrnehmungsforschung — Augenbewegungen, visuelle Nachwirkungen, das Sehen von Formen. Ein Jahrzehnt später wechselte er noch einmal, diesmal zur Archäologie und Kulturgeschichte, und schrieb Bücher über die Ursprünge menschlicher Werkzeuge und Institutionen. Kollegen haben das für Verschwendung gehalten; Festinger nannte es Neugier.
Zur Werkstattgeschichte gehört auch die Erfindung eines Genres: Die Dissonanzversuche brachten die aufwendige Täuschungsinszenierung in die Sozialpsychologie — Drehbuch, Statisten, verlegene Versuchsleiter —, und Festingers Schüler Elliot Aronson hat daraus die Kunstform gemacht, die das Fach zwei Jahrzehnte lang prägte. Die Ethikkommissionen, die diese Bühne später begrenzten, gehören in dieselbe Geschichte wie Milgrams Akte im Nachbarordner.
Als Lehrer war er berüchtigt und begehrt zugleich: unerbittlich in Seminaren, sparsam mit Lob, unbestechlich gegenüber schwachen Argumenten. Aus seiner Werkstatt kamen Stanley Schachter, Elliot Aronson, Judson Mills und eine Generation, die die experimentelle Sozialpsychologie zu ihrer produktivsten Zeit führte. Die American Psychological Association ehrte ihn 1959 für herausragende wissenschaftliche Beiträge; die Fachgeschichte führt ihn regelmäßig unter den einflussreichsten Psychologen des Jahrhunderts.
Die Sozialpsychologie hat ihm den Abschied nachgetragen und gleichzeitig verziehen: Kaum eine Einführung kommt ohne seine drei Theorien aus, und die Zeitschriften, in denen er publizierte, führen ihn in ihren Rückblicken als denjenigen, der aus einer beschreibenden Disziplin eine vorhersagende machte.
Seine erste Feldstudie hatte übrigens weder mit Sekten noch mit Dissonanz zu tun und ist bis heute Lehrstoff. Ende der 1940er-Jahre untersuchte Festinger mit Stanley Schachter und Kurt Back in einer Wohnsiedlung für verheiratete Studenten, wer mit wem befreundet war — und fand, dass die Freundschaften der Architektur folgten: Wer neben der Treppe wohnte oder am Weg zum Briefkasten, hatte mehr Bekannte, und die Wahrscheinlichkeit einer Freundschaft fiel mit jeder Tür Abstand. Der Befund heißt seither Nähe-Effekt und ist eine der frühesten Demonstrationen dafür, dass Beziehungen mindestens so sehr von Gelegenheiten abhängen wie von Vorlieben. Wer heute über die Wirkung von Großraumbüros oder Wohnheimfluren streitet, streitet über Festingers Treppenhaus.
Festinger starb am 11. Februar 1989 in New York an Leberkrebs, neunundsechzigjährig. Sein Nachlass an das Fach ist ein Satz, den inzwischen jeder kennt, ohne die Quelle zu nennen, und eine Haltung, die selten geworden ist: dass eine Theorie erst dann etwas taugt, wenn sie etwas Unwahrscheinliches voraussagt — und dass man das Feld verlassen darf, wenn sie es nicht mehr tut.
Die Frage von 1959 stellte sich gegen den gesunden Menschenverstand und gegen die herrschende Lerntheorie zugleich. Beide sagten dasselbe: Wer mehr Belohnung bekommt, ändert seine Einstellung stärker — Verstärkung wirkt nach Menge. Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz, zwei Jahre zuvor veröffentlicht, sagte das Gegenteil voraus. Wer etwas tut, das seiner Überzeugung widerspricht, gerät in einen unangenehmen Spannungszustand; wer dafür gut bezahlt wird, hat eine bequeme Erklärung — das Geld — und braucht seine Überzeugung nicht anzurühren. Wer dagegen fast nichts bekommt, muss die Spannung anders auflösen, und der einzige verfügbare Weg führt über die Meinung: Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm.
Die Anordnung, die Festinger mit James Carlsmith dafür baute, ist ein Meisterstück der Langeweile. Studenten der Stanford University verbrachten eine Stunde mit zwei Aufgaben von ausgesuchter Öde: Spulen auf ein Tablett legen und wieder abräumen, eine halbe Stunde lang, dann vierundvierzig quadratische Holzstifte im Brett jeweils eine Vierteldrehung weiterdrehen, noch einmal eine halbe Stunde. Danach kam die eigentliche Prozedur. Der Versuchsleiter erklärte verlegen, sein Assistent sei ausgefallen, und bat die Versuchsperson, der nächsten Teilnehmerin im Wartezimmer zu erzählen, die Aufgaben seien interessant und unterhaltsam gewesen. Für diesen kleinen Dienst bot er einer Gruppe einen Dollar an, einer anderen zwanzig; eine Kontrollgruppe log nicht und ging direkt zur Nachbefragung.
Das Ergebnis las sich wie ein Druckfehler und war der Befund. In der abschließenden Befragung — angeblich vom Institut, nicht vom Versuchsleiter — bewerteten die Ein-Dollar-Leute die Aufgaben deutlich positiver als die Zwanzig-Dollar-Leute, die kaum über der Kontrollgruppe lagen. Wer für zwanzig Dollar gelogen hatte, wusste, warum er gelogen hatte; wer es für einen Dollar tat, musste sich selbst erklären, warum er so etwas sagt, und fand die Erklärung in der Sache: So schlimm war es ja nicht. Die Belohnung wirkte umgekehrt zur Lerntheorie — je kleiner, desto größer die innere Verschiebung.
Die Theorie, die das vorhersagte, ist von einer Kargheit, die ihre Reichweite erklärt. Zwei Kognitionen — Überzeugungen, Wahrnehmungen, Handlungswissen — stehen entweder im Einklang, sind einander gleichgültig oder widersprechen sich; im letzten Fall entsteht ein unangenehmer Zustand, den Festinger ausdrücklich wie Hunger oder Durst behandelte: ein Antrieb, der zur Reduktion drängt. Reduzieren lässt er sich auf drei Weisen: die Handlung ändern, die Überzeugung ändern oder eine dritte Kognition dazuholen, die den Widerspruch entschärft — die klassische Ausrede. Aus dieser Dreiwahl folgt die ganze Vorhersagekraft, und aus ihr auch der Vorwurf, der die Theorie begleitet: Weil im Nachhinein immer eine der drei Wege beschritten wurde, muss man die Bedingungen vorher festlegen, sonst erklärt sie alles und sagt nichts voraus.
Damit hatte die Sozialpsychologie ihr erstes wirklich kontraintuitives Vorhersage-Experiment, und die Theorie dahinter entfaltete sich in Serie: die Rechtfertigung von Anstrengung — wer sich für eine Gruppe quält, findet sie hinterher besser —, die Nachentscheidungs-Dissonanz — die gewählte Alternative wird schöner geredet, die verworfene schlechter — und die Feldstudie, mit der alles begann: Festinger und seine Mitarbeiter hatten sich 1954 in eine Weltuntergangssekte eingeschlichen und beobachtet, was geschieht, wenn die Prophezeiung ausbleibt. Die Antwort — die Gläubigsten missionierten danach eifriger — steht in When Prophecy Fails und ist die Feldillustration desselben Mechanismus.
Zur Wirkungsgeschichte gehört, dass die Theorie ihren Prüfstand mitlieferte. Weil sie voraussagte, was der Alltagsverstand nicht erwartet, ließ sich mit ihr etwas tun, das der Sozialpsychologie bis dahin selten gelang: riskante Vorhersagen aufstellen und im Experiment scheitern lassen können. Aus dieser Möglichkeit wurde das Genre der kunstvoll inszenierten Laborstudie, das die 1960er- und 1970er-Jahre prägte — mit Elliot Aronsons Initiationsversuch als Musterstück: Wer für die Aufnahme in eine Diskussionsgruppe eine peinliche Prüfung ablegen musste, fand die anschließende, absichtlich langweilige Sitzung interessanter als wer ohne Hürde hineinkam. Dieselbe Logik, anderes Material.
Die Kritik setzte an zwei Stellen an. Methodisch: Die Zellen waren klein — rund zwanzig Personen je Bedingung —, elf Teilnehmer wurden nachträglich ausgeschlossen, und die zwanzig Dollar von 1959 waren ein auffällig hoher Betrag, der Misstrauen wecken konnte. Theoretisch kam 1967 der ernsteste Einwand von Daryl Bem: Vielleicht spüren die Leute gar keine Dissonanz, sondern schließen wie Außenstehende von ihrem Verhalten auf ihre Einstellung — wer ohne erkennbaren Grund etwas lobt, folgert, dass er es wohl mochte. Bems Selbstwahrnehmungstheorie sagte dieselben Ergebnisse voraus, ohne einen inneren Spannungszustand anzunehmen; die beiden Lager stritten ein Jahrzehnt, und die Antwort lautet heute: beides, in verschiedenen Bereichen — Dissonanz bei starkem Widerspruch zur Überzeugung, Selbstwahrnehmung im mehrdeutigen Randbereich. Später kam eine dritte Lesart hinzu, die die Spannung nicht dem Widerspruch an sich zuschreibt, sondern der Bedrohung des Selbstbildes: Wer sich für ehrlich hält, erträgt die eigene Lüge schlecht.
Dass die Dissonanz mehr ist als eine Laborlaune, zeigt ihre Alltagsspur. Wer teuer kauft, lobt danach lauter; wer sich für eine Ausbildung gequält hat, verteidigt ihre Härte; wer einen Kandidaten gewählt hat, findet seine Fehler kleiner als am Tag davor — die Nachentscheidungs-Verschiebung ist an Wahllokalen, Rennbahnen und Autohäusern beschrieben worden. Die Werbeforschung nutzt sie als Kaufreue-Management, die Sektenforschung als Erklärung für Nachrekrutierung, und die politische Kommunikation streitet bis heute darüber, wie viel von der Verhärtung öffentlicher Meinungen auf dieses Konto geht. Für ein Archiv, das Reichweiten prüft, ist das der seltene Fall einer Theorie, deren Alltagsbelege älter sind als ihre Metaanalysen.
Die Sektenstudie, die als Feldbeleg gilt, hat dabei ein methodisches Problem, das ihre eigenen Autoren benennen. Um die Gruppe von innen zu beobachten, schleusten Festinger und seine Mitarbeiter mehrere Beobachter ein — bei einer Handvoll Mitglieder waren die Untersuchenden zeitweise fast so zahlreich wie die Untersuchten. Neue, überzeugte Zugänge stärken eine Gruppe, deren Prophezeiung wackelt; Beobachter, die zustimmend nicken, ebenso. Was in When Prophecy Fails als Verhalten einer Sekte beschrieben wird, ist damit teilweise Verhalten einer Sekte unter Beobachtung, und die Studie taugt eher zur Illustration der Theorie als zu ihrer Prüfung.
Neben der Dissonanz steht eine zweite Theorie desselben Autors, die stiller Karriere gemacht hat und heute vielleicht mehr trägt. 1954 formulierte Festinger, dass Menschen ihre Fähigkeiten und Meinungen dort, wo objektive Maßstäbe fehlen, an anderen messen — und zwar bevorzugt an ähnlichen anderen. Aus diesem Satz sind die Forschung zum Aufwärts- und Abwärtsvergleich, ein großer Teil der Gerechtigkeitsforschung und, in jüngerer Zeit, die Untersuchung sozialer Netzwerke hervorgegangen, in denen der Vergleich ununterbrochen verfügbar ist. Die Grundannahme hält; strittig ist, unter welchen Bedingungen ein Vergleich nach oben anspornt und wann er entmutigt. Für dieses Archiv ist die Nachbarschaft der beiden Theorien aufschlussreich: Die spektakulärere wurde berühmt, die schlichtere hat länger getragen.
Was heute steht, ist ein Muster mit Fußnoten. Das Grundphänomen — weniger Rechtfertigung, mehr Einstellungswandel — ist in Hunderten von Varianten wiedergefunden worden und gehört zum Kernbestand der Sozialpsychologie; die Wahlparadigmen, die es besonders elegant zeigen, gerieten allerdings in der Replikationskrise unter Beschuss, weil ein Teil der klassischen Befunde auf einer statistischen Verzerrung des Verfahrens beruhen kann. Die freie-Wahl-Variante gilt seither als reparaturbedürftig, die Aufgabe-für-Geld-Variante als robust; die Neurowissenschaft hat die Dissonanz zudem im Konfliktnetzwerk des Gehirns lokalisiert, und Studien an Kindern und Kapuzineraffen legen nahe, dass der Mechanismus älter ist als die menschliche Selbstrechtfertigung. Die Reichweite bleibt dabei begrenzt, und die Akte sagt es: Dissonanz erklärt, was nach einer Handlung mit der Überzeugung geschieht — nicht, welche Überzeugungen Menschen zuerst haben. Der Satz, der die Akte trägt, hat die sechzig Jahre überstanden: Menschen ändern nicht ihr Verhalten, um zu ihren Überzeugungen zu passen — sie ändern ihre Überzeugungen, um zu ihrem Verhalten zu passen.
Der berühmteste Nebenbefund dieser Akte stammt aus einer Nacht im Dezember 1954, und er wird bis heute falsch zitiert. When Prophecy Fails zeigt nicht, dass Menschen nach einer Widerlegung immer fester glauben — die Gruppe zerfiel binnen Wochen. Es zeigt etwas Genaueres: Wer viel investiert hat, wer öffentlich Stellung bezogen hat und wer die Enttäuschung in einer Gruppe erlebt, missioniert danach stärker. Wer allein zu Hause saß, gab auf.
Der Notizzettel hält das fest, weil die Kurzfassung inzwischen politische Debatten möbliert: Fakten machten Überzeugungen nur stärker, heißt es dann, also lohne Aufklärung nicht. Die Forschung sagt das nicht. Der sogenannte Bumerangeffekt, jahrelang als Standardbefund gehandelt, ließ sich in großen Replikationsversuchen kaum reproduzieren — Korrekturen wirken meistens, wenn auch schwächer, als man hofft; verstärkt wird selten und dann unter genau den Bedingungen, die Festingers Sekte erfüllte: hohe Kosten, öffentliches Bekenntnis, sozialer Rückhalt.
Für dieses Archiv ist das die vertraute Bewegung: Ein präziser Befund wird zur Alltagsweisheit, verliert dabei seine Bedingungen und wird dadurch falsch. Wer die Bedingungen mitliest, bekommt einen brauchbaren Satz zurück — und eine Erklärung, warum manche Gruppen nach der Blamage lauter werden und die meisten Menschen einfach stiller.
Replikationsstatus: teilweise. Das Grundmuster der induzierten Nachgiebigkeit ist vielfach bestätigt; die freie-Wahl-Variante gilt seit 2010 als methodisch angreifbar, und die theoretische Deutung konkurriert mit Selbstwahrnehmung und Selbstbildschutz.
Primärquellen. Festinger, L., & Carlsmith, J. M. (1959). Cognitive consequences of forced compliance. Journal of Abnormal and Social Psychology, 58(2), 203–210. Festinger, L. (1957). A Theory of Cognitive Dissonance. Stanford: Stanford University Press. Festinger, L., Riecken, H. W., & Schachter, S. (1956). When Prophecy Fails. Minneapolis: University of Minnesota Press. Festinger, L. (1954). A theory of social comparison processes. Human Relations, 7(2), 117–140.
Die Konkurrenztheorie. Bem, D. J. (1967). Self-perception: An alternative interpretation of cognitive dissonance phenomena. Psychological Review, 74(3), 183–200.
Methodenkritik. Chen, M. K., & Risen, J. L. (2010). How choice affects and reflects preferences: Revisiting the free-choice paradigm. Journal of Personality and Social Psychology, 99(4), 573–594. — Die Verzerrung im Wahlparadigma.
Reichweite. Egan, L. C., Santos, L. R., & Bloom, P. (2007). The origins of cognitive dissonance: evidence from children and monkeys. Psychological Science, 18(11), 978–983. — Der Mechanismus ist älter als die menschliche Selbstrechtfertigung.